
Bild von Gerd Altmann auf Pixabay
Gesundheitschecks, die ohne ärztliche Einbindung durchgeführt werden, bergen erhebliche Risiken für Patientinnen und Patienten. Die Bundesärztekammer warnt daher vor medizinischen Diagnostikangeboten in Drogeriemärkten.
Nicht im Vorbeigehen
„Medizinische Diagnostik lässt sich nicht im Vorbeigehen erledigen. Messungen in Drogerien vermitteln den Eindruck von Sicherheit, liefern aber lediglich isolierte Momentaufnahmen ohne medizinischen Kontext. Das kann Menschen unnötig verunsichern, oder sie im Gegenteil in falscher Sicherheit wiegen und notwendige Behandlungen gefährlich verzögern“, betont Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt.
Er weist darauf hin, dass ärztliche Behandlung weit über das Ablesen einzelner Messwerte hinausgeht. Nur Ärztinnen und Ärzte könnten Befunde im Gesamtzusammenhang einordnen und medizinisch verantwortbare Entscheidungen treffen. Hinzu komme, dass Drogeriemärkte weder personell noch räumlich auf medizinische Notfälle wie Kreislaufkollapse oder akute Komplikationen vorbereitet seien.
„Wer diagnostische Leistungen anbietet, trägt Verantwortung – und diese lässt sich in einem Ladengeschäft ohne medizinische Infrastruktur schlicht nicht erfüllen.“, sagt der Bundesärzte-Präsident.
Quelle: ots / News Bundesärztekammer




