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Menschen mit einer psychischen Erkrankung werden bei bestehendem Diabetes nicht ausreichend medizinisch versorgt, wie eine internationale Studie unter Federführung der Medizinischen Fakultät der Universität Augsburg nun zeigt.
Grundlegende Maßnahmen
Unterversorgt waren Menschen mit Diabetes und psychischer Erkrankung bei grundlegenden Maßnahmen des Diabetes-Managements und der Prävention typischer Folgeschäden: beim Messen des umgangssprachlich Langzeitzucker genannten HbA1c-Werts, bei Augenuntersuchungen zur Früherkennung diabetischer Netzhautschäden, bei Kontrollen von Fettstoffwechsel und Nieren und bei Fußuntersuchungen, um Nervenschädigungen dort frühzeitig zu entdecken.
Auch bei der medikamentösen Therapie zeigten sich relevante Unterschiede. Menschen mit psychischen Erkrankungen erhielten häufiger Insulin, hatten jedoch geringere Chancen auf moderne GLP-1-Rezeptoragonisten, die bei Typ-2-Diabetes den Blutzucker senken und das Herz-Kreislauf-Risiko reduzieren können.
Gerade dieser Befund ist aus Sicht der Forschenden besonders kritisch, da Menschen mit psychischen Erkrankungen ohnehin ein erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen und eine verkürzte Lebenserwartung haben.
Die Studie wurde in „The Lancet Psychiatry“ veröffentlicht.
Quelle: PI Universität Augsburg




