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Arztpraxen müssen aufgrund der langen Produktionsdauer ihren Bedarf an saisonalen Influenzaimpfstoffen bereits spätestens bis Ende März vor der kommenden Impfsaison vorbestellen. Der genaue Verlauf einer Grippesaison und welche Nachfrage bei Patientinnen und Patienten im Herbst und Winter dann tatsächlich besteht, ist zu dem Zeitpunkt nicht absehbar.
Abschaffung der Regresse
Angesichts immer wieder auftretender Engpässe bei Grippeimpfstoffen bekräftigt die KBV abermals ihre langjährige Forderung nach Abschaffung der Regresse. Denn Arztpraxen droht ein Prüfverfahren mitsamt Regress, wenn die bestellte Impfstoffmenge über der verbrauchten Menge liegt. Das wird von Vorstandsmitglied Dr. Sibylle Steiner kritisiert. Denn aufgrund des Regressrisikos kalkulieren die Arztpraxen nur geringe Reserven ein.
Niedrige Impfquote
Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) waren in der vergangenen Grippesaison 2024/2025 in Deutschland lediglich 34,5 Prozent der Personen ab 60 Jahren gegen Influenza geimpft. Das ist laut RKI der niedrigste Wert seit der Saison 2008/2009. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt eine Quote von 75 Prozent.
„Die Steigerung der Durchimpfungsrate der Bevölkerung ist politisches Ziel und medizinisch sinnvoll. Die aktuellen Engpässe bei den saisonalen Grippeimpfstoffen machen allerdings deutlich, dass die bestehenden Rahmenbedingungen nicht geeignet sind, dieses Ziel zu erreichen“, so Steiner. Hier sehe die KBV dringenden Handlungsbedarf.
Quelle: KBV-PraxisNachrichten




