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Eine länderübergreifende K.O.-Tropfen-Studie „Don’t knock me out“ bringt neue Erkenntnisse. Aus den bisher ausgewerteten 1.288 Datensätzen hatten 527 Personen schon mindestens mindestens einmal den Verdacht hatten, Opfer von „Drink Spiking“, also der unfreiwilligen Verabreichung von als K.O.-Tropfen missbrauchten Substanzen, geworden zu sein.
„Die Ergebnisse weisen allerdings auch auf eine große Lücke zwischen den berichteten Erfahrungen und den institutionell erfassten Fällen hin“, berichtet Jun.-Prof. Dr. Charlotte Förster von der Technischen Universität Chemnitz. Es scheint so, dass sich Personen, die einen solchen Verdacht haben, eher an vertraute Personen wie Familienmitglieder, Freundinnen und Freunde, Partnerinnen und Partner oder Bekannte wenden, nicht aber an medizinisches Personal oder die Polizei.
Dies betraf 95 Prozent der Personen, die einen solchen Verdacht hatten und diesen auch jemand anvertrauten. Nur 70 Personen, also 17 Prozent dieser Gruppe, wandten sich (auch) an eine Ärztin oder einen Arzt, beispielsweise in der Notaufnahme oder in der Hausarztpraxis.
Aufklärung
Als bevorzugte Wege der Aufklärung wurden insbesondere der Schulunterricht (83 Prozent), Social-Media-Plattformen (78 Prozent), das Internet (72 Prozent) und Streamingdienste (45 Prozent) sowie über Plakate (47 Prozent) und Flyer und Broschüren (40 Prozent) genannt.
Hinsichtlich der Themen, über die sich die Befragten mehr Aufklärung wünschten, stachen neben weiteren wichtigen Fragen insbesondere die Themen Nachweisbarkeit (77 Prozent) und Schutzmöglichkeiten (72 Prozent) hervor.
Weitere Informationen zum Forschungsprojekt „Don’t knock me out“ und zum Thema K.O.-Tropfen gibt es hier
Quelle: idw / Technische Universität Chemnitz




