
Bild von Engin Akyurt auf Pixabay
Der Umfragereport „Global Sleep Survey 2026“ zeigt, dass Schlaf in Deutschland einen hohen Stellenwert hat. Eine Mehrheit sieht, ausreichenden und guten Schlaf als wichtigste Grundlage für ein langes, gesundes Leben. Gleichzeitig bleibt erholsamer Schlaf für viele im Alltag schwer erreichbar.
In der Befragung rangiert ausreichender und guter Schlaf mit 59 % vor Ernährung (47 %) und Bewegung (44 %), wenn es um ein langes und gesundes Leben geht. Gleichzeitig gibt mehr als die Hälfte der Befragten (57 %) an, nur an maximal vier Tagen pro Woche erholt aufzuwachen.
Schlaf-Hindernisse
Als zentrale Hindernisse für erholsamen Schlaf nennen die deutschen Befragten insbesondere Stress und Angst (33 %), bestehende Schlafstörungen (26 %) sowie berufliche Anforderungen (19 %). Diese Belastungen wirken sich unmittelbar auf den nächsten Tag aus: 38 % der deutschen Befragten berichten nach einer schlechten Nacht über ausgeprägte Tagesmüdigkeit, ebenso viele über erhöhte Reizbarkeit. 32 % fühlen sich gestresster, 27 % haben Konzentrationsprobleme. Diese individuellen Belastungen zeigen sich auch im Berufsalltag.
Neben Arbeitsrealitäten zeigen die Daten auch geschlechtsspezifische Unterschiede im Belastungsprofil: Frauen berichten im Durchschnitt von weniger erholsamen Nächten und häufigerem stressbedingten Schlafverlust.
Fazit
Die Daten zeigen klar: Schlaf wird in Deutschland hoch bewertet, doch Alltagsbelastungen, Arbeitsrealitäten und fehlende strukturelle Verankerung erschweren eine konsequente Umsetzung. Eine stärkere Integration von Schlaf in Prävention, Arbeitswelt und Versorgung kann helfen, diese Lücke zwischen Anspruch und Realität zu verkleinern.
Für den sechsten Resmed Global Sleep Survey wurden 30.000 Menschen in 13 Ländern befragt, darunter 2.000 in Deutschland.
Den vollständigen Umfragereport finden Sie unter sleepsurvey.resmed.com.
Quelle: Resmed




