In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der KBV befürwortet die Mehrheit der Bevölkerung finanzielle Anreize für mehr Termine. Hintergrund der Befragung ist die Forderung von Krankenkassen und Teilen der Politik, alle Vergütungsregelungen des Terminservice- und Versorgungsgesetzes (TSVG) ersatzlos zu streichen.

Umfrage

Ende Februar wurden rund 5.000 Bürgerinnen und Bürger zu den Streichungsplänen befragt. 57 Prozent von ihnen votierten für eine Beibehaltung finanzieller Anreizsysteme sowohl für Haus- als auch Fachärzte. Mehr als 60 Prozent der Befragten waren in Sorge, dass es bei einem Wegfall der Regelungen schwerer wird, auch in dringenderen Fällen Facharzttermine zu bekommen.

Vor allem in dicht besiedelten städtischen Gebieten und bei Familien mit Kindern war der Grad der Zustimmung zur Beibehaltung finanzieller Anreizsysteme am größten. Diese Gruppen äußerte zugleich die größten Sorgen im Falle einer Streichung der Vergütung.

Warnung vor Abschaffung

Der Vorstand der KBV warnt eindringlich vor der Abschaffung der TSVG-Regelungen. Vor dem Hintergrund eines öffentlichen Bewusstseins für die Bedeutung der ambulanten Versorgung, sollte sich die Politik genau überlegen, ob sie die wenigen Anreize für Praxen, noch mehr Termine zu schaffen, einfach ersatzlos streichen wolle. Das müsse sie dann auch ihren Wählerinnen und Wählern gegenüber vertreten und rechtfertigen.

Quelle: KBV-PraxisNachrichten

Veröffentlicht am: 15. März 2026Kategorien: GesundheitspolitikSchlagwörter: ,

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