Ob Fertiggerichte, abgepackte Snacks, Instantprodukte oder industriell hergestellte Süßwaren: Ultrahochverarbeitete Lebensmittel, sogenannte „ultra-processed foods“ (UPF), machen in vielen Industrieländern einen erheblichen Teil der täglichen Energiezufuhr aus.

Risiko UPF-Konsum

Zahlreiche Beobachtungsstudien bringen einen hohen UPF-Konsum mit Übergewicht, Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, aber auch mit neurologischen Erkrankungen wie Schlaganfall, Demenz oder Parkinson in Verbindung. Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) hat deshalb wiederholt auf die möglichen Risiken eines hohen UPF-Konsums hingewiesen.

Eine randomisierte Studie zeigt jetzt, dass selbst bei nahezu identischem Kalorien- und Nährstoffgehalt eine ultrahochverarbeitete Mahlzeit andere Stoffwechselreaktionen auslöst als eine frisch zubereitete. Unterschiede im Stoffwechsel waren zudem mit unterschiedlichen Reaktionen bestimmter Hirnregionen auf Nahrungsreize verbunden.

Für die DGN liefert die Studie somit einen wichtigen Baustein in der Diskussion um ultrahochverarbeitete Lebensmittel und spricht für eine ausgewogene Ernährung mit einem hohen Anteil an frischen, unverarbeiteten Lebensmitteln.

„Wir sollten die Studie aber weder über- noch unterinterpretieren. Sie beweist nicht, dass ultrahochverarbeitete Lebensmittel neurologische Krankheiten wie Demenz oder Parkinson verursachen. Aber sie zeigt unter randomisierten Bedingungen, dass der Verarbeitungsgrad physiologisch relevant sein kann – selbst wenn Kalorien und Nährstoffe praktisch gleich sind“, erklärt DGN-Präsidentin Prof. Dr. Daniela Berg vom UKSH in Kiel.

Quelle: News DGN

Veröffentlicht am: 20. Oktober 2026Kategorien: LifestyleSchlagwörter: ,

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