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Die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft e. V. (DOG) warnt eindringlich vor den Gefahren privater Pyrotechnik und ruft die Bevölkerung zu verantwortungsvollem Verhalten auf.
Schwere Augenverletzungen
Insgesamt 905 Personen jeden Alters mit feuerwerksbedingten Verletzungen hatten die notdienstleistenden Augenkliniken zum Jahreswechsel 2024/2025 dokumentiert, so viele wie noch nie seit Beginn der Datenerfassung. Erneut befanden sich vor allem unbeteiligte Personen und ein hoher Anteil von Kindern und Jugendlichen unter den Betroffenen.
Besonders tragisch: Ein Patient verstarb in Folge einer Kopfverletzung. Vor dem Hintergrund der alarmierenden Entwicklung votierte eine Mehrheit der DOG-Mitglieder für ein Verbot privaten Feuerwerks.
„Besonders schwer wiegt der hohe Anteil an verletzten Kindern und Jugendlichen, der wieder bei nahezu 40 Prozent lag“, sagt Professor Dr. med. Ameli Gabel-Pfisterer, Mitglied der DOG-Arbeitsgruppe Feuerwerksverletzung. „Viele davon sind jünger als 12 Jahre und haben bei schweren Verletzungen lebenslang mit funktionellen und kosmetischen Folgen zu kämpfen“, ergänzt die Leitende Oberärztin für Augenheilkunde am Klinikum Ernst von Bergmann in Potsdam.
„Wir appellieren an alle Verantwortlichen, die Datenlage und die Empfehlung der Augenärzteschaft zu berücksichtigen“, sagt DOG-Generalsekretär Professor Dr. med. Claus Cursiefen. Die bestehenden Regelungen reichten nicht aus, um die Bevölkerung zu schützen.
Quelle: PI DOG




