Schutz vor der hochansteckenden Erkrankung in den ersten Lebensmonaten bietet eine Impfung werdender Mütter gegen den Keuchhusten-Erreger, das Bakterium Bordetella pertussis. Wie Forschende unter Leitung der Charité – Universitätsmedizin Berlin und der Universität Radboud erstmals zeigen, sind mütterliche Antikörper nicht nur im Blut, sondern auch in der Nasenschleimhaut von Neugeborenen zu finden. Die internationale Studie ist in The Lancet Mircobe erschienen.

Empfehlung für Schwangere

Keuchhusten kann für Neugeborene tödlich sein. In Deutschland erhalten sie frühestens ab dem zweiten Lebensmonat die erste von drei notwendigen Impfdosen. Ab der zweiten Impfung, die Säuglinge mit ungefähr vier Monaten verabreicht bekommen, verfügen sie über einen ersten eigenen Schutz.

Daher wird Schwangeren in Deutschland und den meisten europäischen Ländern empfohlen, sich gegen Keuchhusten impfen zu lassen. Die werdenden Mütter geben ihre schützenden Antikörper über die Plazenta an das ungeborene Kind weiter. Diese indirekte Immunisierung ist eine sichere und effektive Methode, die von Geburt an wirksam ist.

In Deutschland empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) seit 2020 die Keuchhustenimpfung für Schwangere zu Beginn des letzten Drittels der Schwangerschaft.

Quelle: News Charité – Universitätsmedizin Berlin

Veröffentlicht am: 9. Januar 2026Kategorien: KrankheitsbilderSchlagwörter:

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