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Rauchen während der Schwangerschaft ist mit erheblichen gesundheitlichen Risiken verbunden. Das ist bekannt. Jetzt gewinnen neben herkömmlichen Zigaretten auch E-Zigaretten („Vapes“) zunehmend an Bedeutung.
E-Zigaretten
Eine aktuelle Studie unter Beteiligung des Universitätsklinikums Tübingen zeigt, dass E-Zigaretten von vielen Fachpersonen aus der Gynäkologie und Sozialarbeit sowie Hebammen aus Schwangerenberatungsstellen als etwas weniger schädlich eingeschätzt werden als klassische Zigaretten. Es wird auch seltener nach dem Konsum von E-Zigaretten gefragt oder beraten. Medizinisch ist diese Unterscheidung jedoch nicht gerechtfertigt, wie andere Studien vielfach belegen.
Auch beim Vapen wird Nikotin aufgenommen, das die Entwicklung des ungeborenen Kindes beeinträchtigen kann. Internationale Studien weisen zudem darauf hin, dass E-Zigaretten in der Schwangerschaft häufig nicht als vollständiger Ersatz, sondern ergänzend zum Rauchen genutzt werden.
Präventionsstragien
Die Studienergebnisse liefern wichtige Anhaltspunkte für die Weiterentwicklung von Präventionsstrategien. Neben klarer, evidenzbasierter Aufklärung über Risiken sollten Präventionsangebote die individuellen Lebenslagen Schwangerer berücksichtigen und sowohl Rauchen als auch Vapen systematisch einbeziehen.
Quelle: Universitätsklinikum Tübingen




