
Bild von Gerd Altmann auf Pixabay
Dauerstress, fehlende Wertschätzung und lange Arbeitszeiten prägen für viele den Berufsalltag. Doch die Beschäftigten funktionieren weiter, obwohl sie längst erschöpft sind. Vorgesetzte und Kollegen bemerken davon nichts. Deshalb kommt die Prävention oft zu spät.
Leise Schwester von Burn-out
Das moderne Arbeitsleiden Quiet Cracket im Job gilt als die leise Schwester des Burn-outs. Besonders alarmierend: 40 Prozent der unter 30-Jährigen sind betroffen – deutlich mehr als im Durchschnitt aller Beschäftigten.
Das sind die Ergebnisse der repräsentativen Studie „Arbeiten 2025“ der Pronova BKK, für die im Oktober 2025 bundesweit 1.230 Beschäftigte ab 18 Jahren befragt wurden.
Faktor Führungskräfte
Das Verhalten der Führungskräfte ist ein entscheidender Faktor für die mentale Gesundheit der Mitarbeitenden. Knapp jeder vierte der Befragten berichtet von Problemen mit Vorgesetzten oder der Chefetage. Rund jeder Zweite gibt an, dass Führungskräfte Dinge einfordern, die sie selbst nicht vorleben. Fast ebenso viele empfinden ungleiche Behandlung als belastend.
Erschöpfungsspirale
Um aus der stillen Überlastung herauszufinden, empfiehlt Patrizia Thamm, Wirtschaftspsychologin und Resilienz-Trainerin von der Pronova BKK, eine Kombination aus Selbstreflexion, Grenzen setzen und sozialer Unterstützung. „Gespräche mit Kollegen oder Vorgesetzten helfen, die Isolation zu durchbrechen.“
Gerade für die besonders belasteten jüngeren Beschäftigten in der Gen Z sei das wichtig. „Die junge Generation wächst mit einem dauerhaften Krisenbewusstsein auf. Dieses Gefühl von Unsicherheit erzeugt erheblichen Anpassungsdruck“, sagt die Wirtschaftspsychologin.
Quelle: ots / Pronova BKK




