
Bild von Gerd Altmann auf Pixabay
Bis 2030 fehlen voraussichtlich 8.200 in Vollzeit tätige Hausärzte. Einer neuen Studie zufolge ließe sich diese Lücke jedoch schließen, indem speziell qualifizierte Gesundheitsfachkräfte in größerem Umfang bestimmte ärztliche Aufgaben übernehmen. Aktuelle Befragungen zeigen, dass sowohl die Hausärzte als auch die Bevölkerung damit einverstanden wären.
Die im Auftrag der Bertelsmann Stiftung erfolgte Befragung kommt zu dem Ergebnis, dass die Hausärzteschaft dadurch im Schnitt fast zwei Drittel (65 Prozent) ihres Zeitvolumens einsparen könnte.
Wiederkehrende Aufgaben
Insbesondere wiederkehrende aber gleichwohl anspruchsvolle Aufgaben ließen sich an entsprechend qualifizierte Fachkräfte abgeben, die dafür mitunter sogar studiert haben. Dazu zählen beispielsweise diagnostische Verfahren wie Sonographien, Kontrolluntersuchungen bei chronischen Erkrankungen wie Diabetes, Wundnachsorge oder Hausbesuche mit Routineaufgaben.
Lediglich bei Hausbesuchen aufgrund akuter Beschwerden und bei der Dosierung von Medikamenten sprechen sich viele der Befragten dagegen aus. Ein ähnliches Bild ergibt sich bei Ärztinnen und Ärzten in Weiterbildung.
Dank der freiwerdenden Kapazitäten könnten die Hausärzte insgesamt mehr Patientinnen und Patienten versorgen und sich für Behandlungen und Patientengespräche deutlich mehr Zeit nehmen.
An der Hausärzte-Befragung haben sich 3.687 Hausärztinnen und Hausärzte beteiligt. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die Hausärzteschaft in Deutschland. Die Befragung erfolgte von November 2024 bis Februar 2025 als schriftliche Befragung durch das infas Institut.
Quelle: idw-online.de




