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Der Konsum von koffeinhaltigem Kaffee und Tee könnte laut einer Studie das Demenzrisiko senken. Dafür waren nur 2,5-4,5 Tassen Kaffee täglich erforderlich. Nach Ansicht der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) gibt es durchaus plausible Erklärungen für diesen beobachteten Effekt, allerdings hebt die Fachgesellschaft auch hervor, dass es sich nicht um kontrolliert randomisierte Daten, sondern um eine Beobachtungstudie handelt.
Hypothese
Die zugrunde liegende Hypothese der aktuellen Studie war, dass der Konsum von koffeinhaltigem Kaffee oder Tee mit einem geringeren Demenzrisiko und einer besseren kognitiven Funktion einhergeht. Ausgewertet wurden Daten der „Nurses’ Health Study“ (NHS) und der „Health Professionals Follow-up Study“ (HPFS), in denen prospektiv die Teilnehmenden bislang über 43 Jahre nachbeobachtet wurden.
Insgesamt wurden 86.606 weibliche Teilnehmerinnen aus der NHS-Kohorte und 45.215 männliche Teilnehmer der HPFS-Kohorte in die Analyse einbezogen. Von den 131.821 Personen entwickelten 11.033 während des Follow-ups eine Demenz. Die Studienteilnehmenden waren je nach ihren Kaffeekonsum in Quantilen eingeteilt worden, anschließend wurde statistisch ausgewertet, welches Quantile mit der geringsten Demenzinzidenz einherging.
Ergebnis
Im Ergebnis zeigte sich, dass ein höherer Kaffeekonsum mit einem signifikant geringeren Demenzrisiko verbunden war. (141 vs. 330 Fälle pro 100.000 Personenjahre beim Vergleich des vierten [höchsten] Quartils mit dem ersten [niedrigsten] Quartil; dies entspricht einer Hazard Ratio (HR) von 0,82 [95 % CI, 0,76 bis 0,89]). Koffeinfreie Getränke (Kaffee oder Tee) hatten hingegen keinen schützenden Effekt.
Quelle: News Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN)




