
Bild von Jeyaratnam Caniceus auf Pixabay
Rund um die Frauengesundheit halten sich bis heute viele hartnäckige Mythen. Manche wirken harmlos, andere klingen „natürlich“ oder „sanft“. Tatsächlich können sie dazu führen, dass Beschwerden bagatellisiert, ungeeignete Selbstbehandlungen ausprobiert oder wichtige Warnzeichen zu spät frauenärztlich abgeklärt werden.
Anlässlich des Weltgesundheitstags 2026 am 7. April räumt der Berufsverband der Frauenärztinnen und Frauenärzte e.V. (BVF) mit 10 Mythen der Frauengesundheit auf
- Mythos: Starke Regelschmerzen sind normal. Regelschmerzen können vorkommen. Starke, wiederkehrende oder zunehmende Schmerzen sind aber nichts, was Frauen einfach hinnehmen sollten.
- Mythos: Yoghurt-Tampons helfen bei Scheidenpilz oder ein gestörten Scheidenflora. Davon ist abzuraten. Für Joghurt-Tampons gibt es keine belastbaren klinischen Wirksamkeitsnachweise.
- Mythos: Menstruationstassen sind grundsätzlich besser und gesünder als Tampons. So pauschal lässt sich das nicht sagen. Menstruationstassen sind für viele Frauen eine sichere und praktikable Option.
- Mythos: Die Pille macht dauerhaft unfruchtbar. Nein. Dafür gibt es keine belastbare wissenschaftliche Grundlage.
- Mythos: Die Pille danach ist eine Abtreibungspille. Das ist falsch. Die „Pille danach“ ist eine Notfallverhütung und kein Mittel zum Schwangerschaftsabbruch.
- Mythos: Die HPV-Impfung ist nur für Mädchen wichtig. Das stimmt nicht. Die Ständige Impfkommission empfiehlt die HPV-Impfung ausdrücklich für Mädchen und Jungen im Alter von 9 bis 14 Jahren.
- Mythos: Impfungen in der Schwangerschaft sind nicht möglich. So pauschal ist das falsch. In der Schwangerschaft sind nicht alle Impfungen gleich zu bewerten.
- Mythos: Solange ich stille, kann ich nicht schwanger werden. Das ist falsch, darauf sollten sich Frauen nicht verlassen. Stillen kann die Fruchtbarkeit zwar vorübergehend hemmen, ist aber kein automatischer und jederzeit sicherer Empfängnisschutz.
- Mythos: Hormone in den Wechseljahren sind gefährlich. Auch diese Aussage ist zu pauschal. Eine Hormonersatztherapie kann bei belastenden Wechseljahresbeschwerden eine sinnvolle und evidenzbasierte Behandlungsoption sein.
- Mythos: Blutungen nach den Wechseljahren sind meist harmlos. Blutungen nach der Menopause sollten immer zeitnah abgeklärt werden.
Weitere Informationen finden Sie auf der Website von BVF
Quelle: News BVF




