
Depression: Grundstein dafür liegt oftmals in der Kindheit (Foto: Foundry Co, pixabay.com). Bildquelle: pte
Der Zeitpunkt, zu dem Kinder der Depression eines Elternteils ausgesetzt sind, kann für deren Zukunft ebenso entscheidend sein wie die Tatsache, dass sie überhaupt davon betroffen sind.
Schwangerschaft
Laut einer neuen Studie der Yale University erweist sich die Schwangerschaft als entscheidendes Zeitfenster für mütterliche Einflüsse und die mittlere Kindheit für väterliche Einflüsse. Für die Studie sind Daten von 5.000 Erwachsenen mit Diagnose Depression über einen Zeitraum von 30 Jahren ausgewertet worden. Die beobachteten Folgen sind Depressionsschübe und Angstzustände der Nachkommen, als sie schon lange volljährig waren.
Momentaufnahmen
Diese zeitlichen Momentaufnahmen sind zwar nützlich für die pädiatrische Versorgung, versäumen es jedoch, potenzielle „sensible Phasen“ zu identifizieren. Zeitfenster, in denen das sich entwickelnde Gehirn besonders anfällig für externen Stress ist, oder zwischen den Einflüssen mütterlicher und väterlicher Depressionen auf die psychische Gesundheit der Nachkommen im späteren Leben zu unterscheiden.
Darüber hinaus erschwert die bislang ungelöste Debatte um „Veranlagung oder Umwelt“ oft die Forschungsergebnisse, da Studien nicht immer eindeutig unterscheiden können, ob die psychischen Probleme eines Kindes auf genetische Faktoren oder auf das Umfeld zurückzuführen sind, in dem es mit einem depressiven Elternteil aufgewachsen ist.
Quelle: pte




