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Die Regierungskoalition will die telefonische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (Telefon-AU) abschaffen und eine verpflichtende Krankschreibung ab dem ersten Tag der Erkrankung einführen. Die Verschärfung der Regelung wird von der KBV stark kritisiert.
Übervolle Praxen
Dass Arbeitnehmer, wenn sie krank sind, schon am ersten Tag wegen einer Bescheinigung für Arbeitgeber einen Arzt aufsuchen müssten, werde zu „übervollen Praxen, einem Wust an zusätzlicher Bürokratie und einem enormen Zeitaufwand führen, der zulasten der eigentlichen Patientenversorgung gehen wird“, warnte der Vorstand und fuhr fort: „Es grenzt zudem an Irrsinn, abertausende Menschen zusätzlich in die Praxen zu jagen für das reine Ausfüllen von Zetteln. Wer hustet, eine Magen-Darm-Infektion hat gehört ins Bett und nicht in die übervolle Praxis.“
Der KBV-Vorstand kritisierte, dass immer mehr staatliche Regulierungen statt persönlicher Freiheit das Regierungshandeln bestimmten. Die Realität werde einfach ausgeblendet. Das zeige auch der Hinweis auf eine Facharzt-Termingarantie bei Einführung einer Primärarztversorgung. „Termingarantien müssen medizinisch begründet sein und nicht dem Wunschdenken von Politikern entspringen.“
Quelle: KBV-Praxis-Nachrichten




