In Deutschland leiden knapp 18 Millionen Menschen an psychischen Problemen. Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) können neben einer medikamentösen Therapie den Betroffenen unterstützend zur Seite stehen. Dafür hat sich auch die pharmazeutische Industrie in den vergangenen Jahren eingesetzt.

Mehrwert DiGA

Für Britta Marquardt, Geschäftsfeldleiterin Digitales Leistungsrecht beim Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e. V (BPI), können die DiGA die ärztliche Behandlung, vor allem aber die Betroffenen selbst bei ihrer Therapie unterstützen. Zugleich wird es Patienten auch ermöglicht, ihre Erkrankung besser zu verstehen und eigenverantwortlich mit ihr umzugehen.

Modulare Einheiten

Die DiGA bestehen oftmals aus modularen Einheiten, welche die Nutzer eigenständig oder in Absprache mit dem behandelnden Arzt individuell durchführen oder wiederholen können. Auch die Therapiedauer richtet sich in der Regel nach der individuellen Verordnung und umfasst meist mehrere Wochen oder Monate, so Britta Marquardt. Einige Anwendungen sind auch interaktiv angelegt. Sie bieten direkte Austauschmöglichkeiten mit Psychotherapeuten, meist per Chat.

App auf Rezept

DiGA benötigen eine Zulassung als Medizinprodukt. Weiterhin muss sie im Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) im DiGA-Verzeichnis gelistet sein. Ist dies erfolgt, können Ärztinnen und Ärzte eine ‚App auf Rezept‘ verschreiben. Laut der Expertin Marquardt können die Patienten diese DiGA mit einem Freischaltcode aktivieren und müssen in der Regel nicht zuzahlen, die Krankenkassen übernehmen die Kosten.

Welche digitalen Gesundheitsanwendungen auf der Internetseite des BfArM offiziell gelistet sind, sehen Sie hier.

Quelle: Pressemeldung BPI

Veröffentlicht am: 15. Oktober 2022Kategorien: Digital, Job-NewsSchlagwörter: , ,

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