
Missbrauch von Kinderschutz-Apps ist möglich (Foto: pixabay.com, Jan Vašek), Bildquelle: pte
Österreichische und englische Forscher haben schwerwiegende Mängel bei der Sicherheit von Kinderschutz-Apps entdeckt. Den Forschern zufolge nutzen bis zu 80 Prozent der Eltern solche Apps, um die Sicherheit und Privatsphäre ihrer Kinder zu schützen. Einmal auf dem Smartphone installiert, bieten sie verschiedene Funktionen, von der Einschränkung der Online-Zeit und der Sperrung bestimmter Inhalte bis hin zur Aktivitätsüberwachung und Standortverfolgung.
Vorsicht bei „sideloaded-Apps“
Beim Vergleich von Apps aus dem Google Play Store mit jenen aus anderen Quellen („sideloaded“) stellten die Forscher des University College London (UCL) und der Fachhochschule St. Pölten fest, dass viele der „sideloaded-Apps“ übermäßig auf persönliche Daten zugreifen und ihre Anwesenheit verbergen. Die Wissenschaftler äußern daher Bedenken hinsichtlich des App-Potenzials für unethische Überwachung.
Ernsthafte Sicherheitsprobleme
„Die Ergebnisse unserer Studie zeigen, dass viele Apps, die heimlich installiert werden, ernsthafte Probleme in Bezug auf Datenschutz, Einwilligung und sogar Sicherheit aufweisen. Wenn eine App etwa versucht, ihre Anwesenheit auf dem Gerät eines Benutzers zu verbergen, unterscheidet sie sich nicht von Stalkerware.“, sagt Leonie Tanczer vom UCL.
Die Forschungsergebnisse wurden im Fachjournal „PoPETs Proceedings“ veröffentlicht.
Quelle: pte