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Angesichts des milliardenschweren Investitionsprogramms von CDU/CSU und SPD fordert der Vorstand der KBV eine stärkere Berücksichtigung der Praxen. Um den Investitionsstau der vergangenen Jahrzehnte endlich aufzulösen, müsse das geplante Sondervermögen für die deutsche Infrastruktur mit einem Praxiszukunftsgesetz einhergehen.
Nach Auskunft des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (Zi) beläuft sich der Investitionsstau in der ambulanten Versorgung mittlerweile auf etwa 1,8 Milliarden Euro. Je Praxis sind das durchschnittlich rund 18.000 Euro, die dringend für bauliche Maßnahmen, medizinische Geräte, Informationstechnik und andere digitale Infrastruktur-Vorhaben fehlen.
Unverzichtbare Infrastruktur
„Zur unverzichtbaren Infrastruktur unseres Landes zählen auch die Praxen der niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen, die mit rund 600 Millionen Fällen den mit Abstand größten Anteil der Patientenbehandlungen stemmen“ erklärten die KBV-Vorstände, Dres. Andreas Gassen, Stephan Hofmeister und Sibylle Steiner“.
Der Beitrag der Praxen zur Aufrechterhaltung der Gesundheitsversorgung müsse endlich die entsprechende finanzielle Anerkennung finden, sonst „wird die Struktur der Praxen nach drei vertanen Jahren in der Gesundheitspolitik nicht mehr zu retten sein“, warnt der KBV-Vorstand.
Quelle: KBV-PraxisNachrichten