Bild: R_K_B_by_Cristine Lietz auf pixelio.de
Ein Jahr nach dem Start der elektronischen Patientenakte (ePA) hat nahezu jede gesetzlich versicherte Person in Deutschland die Möglichkeit, das neue digitale Angebot zu nutzen – doch nur ein kleiner Teil nutzt die ePA tatsächlich im Alltag.
Civey-Umfrage
Nach einer aktuellen Civey-Umfrage im Auftrag von Pharma Deutschland kennen zwar rund 80 Prozent der Menschen die ePA, aber nur knapp 20 Prozent haben sie bislang verwendet. Damit bleibt ein zentrales Versprechen der Digitalisierung im Gesundheitswesen unerfüllt: Patientinnen und Patienten spüren die Vorteile der ePA und den Nutzen ihrer Daten noch viel zu selten unmittelbar.
Nutzungsanteil
Am intensivsten nutzen unter den Befragten junge Erwachsene zwischen 18 und 29 Jahren die ePA. In dieser Gruppe hat bereits gut jede bzw. jeder Vierte die elektronische Akte eingesetzt (28,7 Prozent). Überdurchschnittlich aktiv sind zudem Menschen in Ostdeutschland (24,0 Prozent Nutzungsanteil gegenüber 17,8 Prozent im Westen) sowie Männer (22,1 Prozent im Vergleich zu 15,1 Prozent bei Frauen).
„Die ePA ist technisch da, aber im Alltag noch nicht angekommen. Solange nur eine Minderheit die ePA aktiv nutzt, verschenken wir Chancen: für bessere Diagnosen, sicherere Arzneimitteltherapien und eine Medizin, die wirklich aus den Erfahrungen von Millionen Patientinnen und Patienten lernt.“, sagt Dorothee Brakmann, Hauptgeschäftsführerin von Pharma Deutschland
Im Auftrag von Pharma Deutschland führt das Meinungsforschungsinstitut Civey seit Januar 2025 ein kontinuierliches Live-Monitoring zur individuellen medizinischen Versorgungssituation sowie zu Erfahrungen im Kontext pharmazeutischer Themen durch.
Quelle: ots / PI Pharma Deutschland e.V.




