Nach den ersten Ergebnissen einer Online-Befragung der KBV Ende Januar wird die elektronische Patientenakte von einer großen Mehrheit der Praxen genutzt. So haben 80 Prozent der Ärzte und Psychotherapeuten schon Dokumente eingestellt. Ähnlich hoch sind die Werte für die elektronische Medikationsliste, die fast 80 Prozent der Befragungsteilnehmer als hilfreich oder teils als hilfreich erachten.

Störanfällige Technik

Unverändert hoch ist allerdings die Unzufriedenheit mit der technischen Umsetzung der elektronischen Patientenakte, die von den Befragungsteilnehmern teils als „unausgereift und störanfällig“ bezeichnet wurde.

So berichteten fast 60 Prozent der Ärzte und Psychotherapeuten, dass sie in den vergangenen Wochen mindestens einmal nicht auf die ePA ihrer Patienten zugreifen konnten. Bei 53 Prozent war der Zugriff auf die ePA sehr langsam. Mehr als jeder Dritte gab an, dass das Einstellen von Dokumenten teilweise nicht möglich war. Bei 27 Prozent war seit Einführung der ePA mindestens einmal das Praxisverwaltungssystem (PVS) abgestürzt.

KBV-Vorstandsmitglied Dr. Sibylle Steiner appellierte an die Hersteller, das Feedback der Praxen aufzugreifen und ihre Produkte, wenn nötig, nachzubessern.

Online-Umfrage

Mit der Online-Umfrage wollte die KBV unter anderem herausfinden, wie praxistauglich die ePA im Versorgungsalltag ist und wie zufrieden die Praxen mit der technischen Umsetzung sind. Rund 4.500 Haus- und Fachärzte sowie Psychotherapeuten haben sich daran beteiligt. Befragungszeitraum war der 15. bis 25. Januar. Die vollständigen Ergebnisse werden Ende Februar veröffentlicht.

Quelle: KBV-PraxisNachrichten

Veröffentlicht am: 23. Februar 2026Kategorien: DigitalSchlagwörter: ,

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