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Patienten mit dringendem Behandlungsbedarf erhalten durch die Hausarzt-Facharzt-Vermittlung (HAFA) einen schnellen und zielgerichteten Zugang zur fachärztlichen Versorgung. Das geht aus der aktuellen Datenauswertung des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (ZI9 hervor.
4,5 Millionen Hausarztvermittlungsfälle
Im Zeitraum vom vierten Quartal 2024 bis zum dritten Quartal 2025 wurden rund 4,5 Millionen Hausarztvermittlungsfälle sowie etwa 1,5 Millionen Vermittlungen über die Terminservicestellen (TSS) der Kassenärztlichen Vereinigungen registriert. Dabei zeigt sich eine hohe Wirksamkeit, das heißt eine gezielte Steuerung auf dringende Fälle: Rund 62 Prozent der über Hausärzte vermittelten Facharzttermine konnten innerhalb von vier Tagen vereinbart werden. In einzelnen Fachgruppen – etwa bei HNO-Ärzten, Chirurgen, Gynäkologen und Urologen – lag dieser Anteil sogar bei 70 bis 80 Prozent.
Auch die Terminservicestellen (TSS) tragen wesentlich zur schnellen Versorgung bei. Die Daten belegen, dass HAFA und TSS ihrem gesetzlichen Auftrag gemäß vor allem bei dringenden Behandlungsanlässen eingesetzt werden: Lediglich 0,8 Prozent aller vertragsärztlichen und vertragspsychotherapeutischen Behandlungsfälle entfallen auf HAFA, 0,3 Prozent auf TSS-Vermittlungen.
Vor dem Hintergrund des geplanten GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes, das die Vergütungszuschläge für Hausarztvermittlungsfälle und TSS-Vermittlungen abschaffen will, sieht das Zi die Gefahr, dass ein wirksames Steuerungsinstrument geschwächt wird.
Quelle: News Zi




