
Mutter, Tochter und Handy: Kinder konkurrieren mit dem Smartphone (Foto: Mircea Iancu, pixabay.com). Bildquelle: pte
Eltern, die zu viel Zeit mit ihrem Smartphone verbringen, schaden der Gesundheit ihrer Kinder. Laut einer Studie von Psychologe Don Grant vom Center for Research and Innovation/Newport Healthcare gewinnen Smartphones oft den Wettlauf um Aufmerksamkeit.
Bindungsängste
Dem Wissenschaftler zufolge haben junge Menschen, deren Bezugspersonen durch Smartphones oft von ihnen abgelenkt sind, häufig Bindungsängste und entwickeln andere Defizite, die schwerwiegende negative Folgen für ihre künftige Gesundheit und ihr Wohlbefinden haben können.
Bindungsprobleme werden laut Grant mit einer schlechteren psychischen Gesundheit und Störungen in Beziehungen in Verbindung gebracht, während sichere Bindung mit erfolgreicheren Beziehungen und größerem Wohlbefinden einhergeht.
Studie
Mit einer von Wissenschaftlern entwickelten Skala wurden die Daten eines Fragebogens zur Ermittlung der Bindungen zu ihren Bezugspersonen und deren Beeinträchtigung durch Smartphones analysiert. 600 Jugendliche zwischen zwölf und 17 Jahren wurden rekrutiert, die repräsentativ für die allgemeine Bevölkerung der Vereinigten Staaten stehen.
Die Ergebnisse der Studie zeigten , dass Bindungsprobleme und Ängste bei den Jugendlichen besonders ausgeprägt waren, deren Bezugspersonen gewissermaßen mit dem Handy verheiratet waren.
Die Gefahr besteht vor allem bei den „Millennials“, weiß Grant. Diese erste Generation der „Digital Natives“ sei potenziell anfälliger dafür, von ihren Geräten abhängig zu werden. „Sie werden nun selbst Eltern. Ich möchte wirklich, dass sie von unserer Studie erfahren, damit sie potenziell negative Auswirkungen ihres Geräteverhaltens auf die Bindungssicherheit ihrer Kinder vermeiden können“, verdeutlicht der Familientherapeut abschließend“.
Quelle: pte




