
Bild von Mohamed Hassan auf Pixabay
Studien zeigen Zusammenhänge mit dem Auftreten von Schlaganfällen, selbst bei vergleichsweise niedriger Luftverschmutzung in Europa. Neuere Daten aus Augsburg weisen zudem darauf hin, dass kurzfristig erhöhte Schadstoffbelastungen mit bestimmten Schlaganfallformen und der Schwere der Folgen zusammenhängen können.
Zum Internationalen Tag der sauberen Luft am 7. September rückt die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) deshalb eine geringe Schadstoffbelastung als wichtigen Baustein der Schlaganfallprävention in den Fokus.
Luftverschmutzung und Schlaganfälle
Den Zusammenhang zwischen Luftverschmutzung und Schlaganfällen untermauert auch eine 2025 veröffentlichte Studie aus Augsburg. Die Forschenden werteten Daten von 19.518 Schlaganfallpatienten des Uniklinikums aus einem Zeitraum von 15 Jahren aus. Untersucht wurde, ob kurzfristige Veränderungen der Konzentrationen verschiedener Luftschadstoffe mit dem Auftreten von Schlaganfällen zusammenhingen.
Dabei zeigte sich: Höhere kurzfristige Belastungen mit Feinstaub verschiedener Partikelgrößen sowie NO₂ waren mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit für Schlaganfallereignisse assoziiert. Am deutlichsten waren die Zusammenhänge fünf bis sechs Tage nach der Schadstoffbelastung.
„Der Tag der sauberen Luft* erinnert daran, dass wir Schlaganfallprävention auch als gesellschaftliche Aufgabe verstehen müssen. Wo Menschen leben, arbeiten und sich bewegen, sollte ihre Gesundheit möglichst wenig durch Luftschadstoffe belastet werden. Weniger Emissionen und lebenswerte, grüne Städte kommen damit nicht nur der Umwelt, sondern auch der Hirn- und Gefäßgesundheit zugute“, erklärt Dr. Lino Braadt, Mitautor der Augsburger Studie und ebenfalls Mitglied der Taskforce Prävention der DGN abschließend.
Quelle: News DGN




