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Die Impfung gegen das humane Papillomavirus (HPV) schützt bekanntermaßen Frauen vor Gebärmutterhalskrebs und Männer vor Kopf-Hals-Tumoren. Trotz allem ist der mögliche Zusammenhang zwischen einer HPV-Impfung bei Männern und dem nachfolgenden Risiko für andere potentielle HPV-assoziierte bösartige Tumoren bis heute nicht vollständig geklärt.
Studie
Wissenschaftler sind dieser Frage in einer Studie nochmal genauer nachgegangen. Studienteilnehmer waren Jungen und Männer im Alter zwischen 9 und 45 Jahren, die im Zeitraum zwischen 2006 und 2024 eine HPV-Impfung erhalten hatten oder nicht geimpft wurden. Die Forscher untersuchten den Zusammenhang zwischen der HPV-Impfung und dem Krebsrisiko, einem Carcinoma in situ (sehr frühe, nicht-invasive Form von Krebs) und Krebsvorstufen an folgenden Körperbereichen: Penis, Anus, Kopf und Hals, Lunge, Speiseröhre, Magen, Prostata und Darm/Rektum.
Schutzmechanismus
Es zeigte sich, dass Männer und Jungen mit einer HPV-Impfung (n = 397.856) eine geringere Wahrscheinlichkeit für bösartige Kopf-Hals-Tumoren hatten. Aber auch bei einigen anderen potentiell HPV-assoziierte Krebsarten, einschließlich Lungenkrebs, Prostatakrebs und Darmkrebs, war eine geringere Wahrscheinlichkeit zu beobachten. Geimpfte Männer hatten zudem ein geringeres Risiko, einige Krebsvorstufen an Anus, Kopf-Hals, Speiseröhre und Magen zu entwickeln.
Bei Männern und Jungen im Alter zwischen 9 und 45 Jahren verringert die HPV-Impfung signifikant das Risiko für bestimmte Krebsarten und Krebsvorstufen, so die Schlussfolgerung der Studienautoren. Trotzdem sollten noch weitere Studien zum Thema durchgeführt werden, um den Schutzmechanismus der HPV-Impfung gegen verschiedene bösartige Tumoren genauer zu untersuchen.
(drs)




