
Bild von Alexander Fox | PlaNet Fox auf Pixabay
Seit 2023 werden in Deutschland mehr E-Bikes verkauft als klassische Fahrräder. Auch die Zahl der Unfälle ist stark angestiegen. Ärztinnen und Ärzte des Klinikums der Technischen Universität München (TUM Klinikum) haben die Muster bei Unfällen mit E-Bikes untersucht. Ein besonders hohes Risiko für schwere Verletzungen haben demnach ältere Männer. Dabei zeigen sich deutliche Muster im Hinblick auf Risikofaktoren.
Anstieg der Unfälle
Das Team um Privatdozent Dr. Dr. Michael Zyskowski, Oberarzt in der Klinik und Poliklinik für Unfallchirurgie der TUM, hat in einer Studie die Unfälle mit E-Bikes unter die Lupe genommen, die zwischen 2017 und 2023 in die Unfallchirurgie des TUM Klinikums kamen. Insgesamt wurden 103 verletzte E-Bike-Fahrer behandelt. Knapp die Hälfte von ihnen allein 2023, im letzten Jahr des Untersuchungszeitraums – ein Anstieg um das Anderthalbfache im Vergleich zum Vorjahr.
Dieser Trend setzt sich laut Zyskowski fort. Über ein Drittel der Patientinnen und Patienten, die wegen eines E-Bike-Unfalls in der Klinik behandelt wurden, musste stationär aufgenommen werden. Zehn Prozent kamen auf die Intensivstation, fast alle mit schweren Hirnverletzungen. Das Durchschnittsalter dieser Patienten, nahezu ausschließlich Männer, lag bei 77 Jahren. Keiner von ihnen hatte einen Helm getragen.
Appell: Helm tragen
Gerade über die bevorstehenden Ostertage erwarten die Ärztinnen und Ärzte einen deutlichen Anstieg der Fallzahlen. „Mein Appell an E-Bike-Fahrerinnen und -Fahrer jeden Alters ist: Tragt auf jeden Fall einen Helm – das die einfachste und effektivste Schutzmaßnahme“, sagt Michael Zyskowski. „Helme hätten vermutlich die meisten schweren Kopfverletzungen und die damit verbundenen Intensivbehandlungen verhindern können.“
Quelle: News TUM




