
Bild von Werner Heiber auf Pixabay
Für Versicherte mit einer medikamentös behandlungsbedürftigen Osteoporose wird das Disease-Management-Programm (DMP) aktualisiert. Das hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) jetzt beschlossen. Neu ist unter anderem, dass Männer ab 50 statt bisher 60 Jahren an dem Programm teilnehmen können.
Der G-BA hat bei der Aktualisierung des Programms insbesondere die deutsche „S3-Leitlinie Prophylaxe, Diagnostik und Therapie der Osteoporose bei postmenopausalen Frauen und bei Männern ab dem 50. Lebensjahr“ berücksichtigt.
Kriterien für Teilnahme
Voraussetzung für die Teilnahme an dem Disease-Management-Programm ist auch in Zukunft die Indikation für eine spezifische medikamentöse Osteoporose-Therapie. Der G-BA hat allerdings die Kriterien für die Indikationsstellung entsprechend der oben genannten S3-Leitlinie angepasst.
Grundsätzlich erfolgt auch weiterhin die Koordination im DMP Osteoporose durch Hausärztinnen und Hausärzte oder, wenn bei der Patientin oder dem Patienten keine Multimorbidität besteht, durch Fachärztinnen oder Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie oder für Orthopädie.
Wesentliche nicht-medikamentöse Therapiemaßnahmen sind weiterhin das körperliche Training und Maßnahmen zur Sturzprophylaxe. Wenn es erforderlich ist, sollen diese in erster Linie durch Funktionstraining oder auch im Reha-Sport durchgeführt werden. Bei den Empfehlungen zur spezifischen medikamentösen Therapie wurden die Wirkstoffe Abaloparatid und Romosozumab ergänzt.
Der Beschluss wird nun vom Bundesgesundheitsministerium geprüft. Hierzu hat es zwei Monate Zeit. Bei einer Nichtbeanstandung treten die Neuerungen voraussichtlich zum 1. Oktober 2026 in Kraft.
Quelle: KBV-PraxisNachrichten




