
Mit Lego spielen: Gezielte Förderung schützt vor Verhaltensproblemen (Foto: pixabay.com, M W). Bildquelle: pte
Kinder im Vorschulalter mit angeborenem Herzfehler leiden laut einer Studie des King’s College London eher unter Verhaltensproblemen. Laut der Wissenschaftlerin Chiara Nosarti verfügen diese Kinder häufiger über Aufmerksamkeitsdefizite und soziale Schwierigkeiten im Umgang mit Gleichaltrigen. Eine gezielte kognitive Förderung durch die Eltern könnte das Risiko jedoch verringern.
Studie
Teilnehmer der Studie waren 56 Kinder zwischen vier und sechs Jahren, die unter einem angeborenen Herzfehler litten. Sie nahmen zwischen 2014 und 2020 am „Congenital Heart Imaging Project“ der Universität teil. Diese Kinder litten entweder unter einem schweren angeborenen Herzfehler oder einer ernsten Erkrankung. Dazu zählte jede nicht-kritische Herzläsion, die vor dem ersten Lebensjahr eine Katheterisierung oder eine OP notwendig gemacht hatte. In der Vergleichsgruppe waren 215 gesunde Kinder.
Verwendet wurden validierte Fragebögen, um Temperament (Child Behavior Questionnaire), Autismusmerkmale (Social Communication Questionnaire), ADHS-Symptome (ADHD-Rating Scale-IV), Empathie (EmQue) und Verhaltensauffälligkeiten (Strengths and Difficulties Questionnaire) zu bewerten. Die Cognitively Stimulating Parenting Scale wurde verwendet, um das Vorhandensein kognitiv stimulierender Möglichkeiten im häuslichen Umfeld zu bewerten.
Das Ergebnis: Kinder mit einem angeborenen Herzfehler leiden eher an einer Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) und haben auch eher Probleme mit Gleichaltrigen. Faktoren wie das Geschlecht, das Gestationsalter bei der Geburt sowie die Benachteiligung durch die Wohngegend sind dabei berücksichtigt worden, heißt es. Die Ergebnisse zeigte jedoch auch, dass eine häusliche Situation mit vielen Anregungen vor diesen Verhaltensproblemen schützt.
Quelle: pte




