
Gerd Altmann auf Pixabay
Ein Drittel jüngerer Menschen mit Depression sprechen mit Künstlicher Intelligenz (KI) über ihre Erkrankung. 10 Prozent sogar in längeren, dialogischen Gesprächen wie mit einem menschlichen Gegenüber. Das zeigt eine aktuell veröffentlichte repräsentative Befragung von 2.500 Personen zwischen 16 und 39 Jahren der Stiftung Deutsche Depressionshilfe und Suizidprävention.
Hauptmotiv
Als Hauptnutzungsmotiv gibt mehr als die Hälfte (56%) der jüngeren Erkrankten an, einfach mit jemandem über Probleme bezüglich der Depression, sprechen zu wollen. 46% hoffen, damit ihre Erkrankung selbst in den Griff zu bekommen. Aufmunterung und Zuspruch suchen 41% der Erkrankten. Ähnlich viele Patienten (40%) informieren sich mithilfe von KI über Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten.
Risiken
Grund zur Sorge ist, dass 53% nach der Nutzung verstärkt Gedanken an Selbstverletzung oder Suizid hatten. Besonders bedenklich ist dies, weil 62% der Nutzer mit Depression der Meinung sind, die KI habe bei ihnen den Gang zum Arzt oder Psychotherapeuten überflüssig gemacht.
Die Stiftung Deutsche Depressionshilfe empfiehlt auf zugelassene Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA, „App auf Rezept“) oder das kostenfreie begleitete iFightDepression-Onlineprogramm der Stiftung Deutsche Depressionshilfe zurückzugreifen. Diese haben ihre Wirksamkeit in Studien belegt und erfüllen strenge Datenschutzauflagen.
Die Ergebnisse der Onlinebefragung finden Sie hier als PDF-Datei
Quelle: Stiftung Deutsche Depressionshilfe




