Pläne der ABDA-Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände beinhalten eine Primärversorgung durch Apotheken.“ Einer solchen Primärversorgung light erklärt die Ärzteschaft eine klare Absage“. Mit diesen deutlichen Worten äußerten sich der Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), Dr. Klaus Reinhardt sowie der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Dr. Andreas Gassen, zum Positionspapier der ABDA zur Primärversorgung.

Grundlegende Anforderungen

Für Dr. Klaus Reinhardt verkennen die von der ABDA vorgelegten Vorschläge die die grundlegenden Anforderungen an eine hochwertige Primärversorgung. Auch für Dr. Andreas Gassen sind die Vorschläge abwegig.

„Trotz der Aussagen der Ministerin, dass alle ihren Beitrag zu leisten hätten, ist für die Anhebung des Apothekenfixums offensichtlich genug Geld da, nämlich rund 1 Milliarde Euro. Die erhofften Vergütungen für die gewünschte Pseudo-Primärversorgung sind darin natürlich noch nicht enthalten. Gleichzeitig will die Politik bei den seit 30 Jahren ohnehin nicht ausfinanzierten Praxen der niedergelassenen ärztlichen und psychotherapeutischen Kolleginnen und Kollegen 2,7 Milliarden Euro kürzen.

Dieses einseitige Spardiktat trifft die Niedergelassenen und ihre Patienten ins Mark. Praxen müssen sich auf diese Sparmaßnahmen einstellen und das Leistungsangebot anpassen.

Offensichtlich möchten die Apotheker hiervon profitieren. Für die Versicherten bedeutet das höhere Kosten und einen gleichzeitigen Qualitätsabschlag. Bei Nebenwirkungen und Komplikationen dieser Primärversorgung light gilt dann aber auch: Wenden Sie sich bei Fragen an Ihre Apotheke.“, sagt Dr. Gassen.

Quelle: News KBV

Veröffentlicht am: 9. Juni 2026Kategorien: GesundheitspolitikSchlagwörter: ,

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