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Staphylococcus aureus (S. aureus) zählt zu den gefährlichsten bakteriellen Krankheitserregern. Gelangt es in die Blutbahn, entstehen schwere Infektionen, die weltweit jährlich etwa 300.000 Todesfälle verursachen. Auch in Deutschland sterben, trotz bestmöglicher Versorgung, jährlich ca. 3.300 Patientinnen und Patienten an den Folgen einer solchen Infektion.
SNAP-Studie
Eine internationale Studie mit Beteiligung der Universitätsmedizin Magdeburg zeigt: Die Antibiotika Cefazolin und Penicillin wirken bei schweren Blutstrominfektionen durch das Bakterium Staphylococcus aureus genauso gut wie das bisher gängige Standardpräparat Flucloxacillin, verursachen aber deutlich seltener schwere Nebenwirkungen.
Bei der Untersuchung von Cefazolin wurden 1.341 Patienten aus acht Ländern per Zufallsprinzip zwei Behandlungsgruppen zugewiesen: Die eine erhielt Cefazolin, die andere Flucloxacillin. Diese zufällige Zuteilung ist wichtig, damit die Ergebnisse vergleichbar sind.
In der Wirksamkeit zeigte sich kein Nachteil für Cefazolin. Es traten allerdings deutlich weniger Fälle von akutem Nierenversagen als unter Flucloxacillin auf. Bei Penicillin-empfindlichen Erregern wurde in einer zweiten Studie Penicillin gegeben und ebenfalls mit Flucloxacillin verglichen. Auch hier gab es weniger Nierenversagen als bei Flucloxacillin und daher wurde die Studie frühzeitig beendet.
Quelle: News Universitätsmedizin Magdeburg




