
Bild von Michal Jarmoluk auf Pixabay
Die HIV-Versorgung ist eine der anhaltenden Herausforderungen. Nun zeigt eine internationale klinische Studie, an der das Universitätsklinikum Bonn (UKB) und die Universität Bonn maßgeblich beteiligt waren, dass eine einmal wöchentlich einzunehmende orale HIV-Behandlung genauso wirksam ist wie eine der derzeit führenden täglichen Therapien. Damit eröffnet sich das Potenzial für eine neue Behandlungsoption, die die Belastung durch die lebenslange tägliche Einnahme von Tabletten verringern könnte.
Studie
An der internationalen Studie nahmen 607 Erwachsene an 106 klinischen Standorten in 12 Ländern teil. Nach einer Zeitdauer von 48 Wochen erwies sich die einmal wöchentliche Therapie als der Standardbehandlung mit einmal täglicher Einnahme nicht unterlegen.
Kombination
Die wöchentliche Tablette kombiniert zwei langwirksame antiretrovirale Medikamente – Islatravir und Lenacapavir – mit sich ergänzenden Wirkmechanismen, die eine wirksame einmal wöchentliche Dosierung ermöglichen. Die Forschenden glauben, dass die einmal wöchentlich einzunehmende Tablette eine wichtige zusätzliche Behandlungsoption für Menschen mit HIV darstellen könnte.
Die Studie läuft noch weiter, und die Teilnehmenden werden insgesamt 96 Wochen lang weiter beobachtet, um die langfristige Sicherheit und Wirksamkeit zu bewerten.
Quelle: idw-online




