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Die Fruchtbarkeit von Frauen und Männern kann durch Diabetes mellitus gleichermaßen beeinträchtigt werden. Bei Männern ist häufig ein niedrigerer Testosteron-Spiegel der Grund, bei Frauen zumeist Zyklusstörungen.
Doch in beiden Fällen gilt: Eine Hormontherapie mit Testosteron beziehungsweise Östrogen ist nicht unbedingt die richtige Behandlung. Darauf weist die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) hin. Die Fachgesellschaft empfiehlt Betroffenen mit Kinderwunsch, Fragen zur Auswirkung des Diabetes und seiner Therapie frühzeitig mit Spezialistinnen und Spezialisten zu besprechen.
Chancen verbessern
Eine gute Glukoseeinstellung, mehr Bewegung und ein Rauchstopp können bei Frauen und Männern die Chancen für eine Schwangerschaft verbessern. Auch bereits laufende medikamentöse Therapien sollten in solch einer Situation überprüft werden.
Mini-Ratgeber: Gut vorbereitet ins ärztliche Gespräch
- Kinderwunsch früh nennen: Auch ein erst später geplanter Kinderwunsch kann die Wahl einer Hormonbehandlung verändern.
- Ursache klären: Diabetesform, Glukoseeinstellung, Körpergewicht, Zyklus, Eisprung, Hormonwerte und Begleiterkrankungen gehören in die Abklärung.
- Medikamente prüfen: Diabetes- und Hormonpräparate nicht eigenständig absetzen oder umstellen. Vor einer Schwangerschaft sollte die gesamte Medikation ärztlich überprüft werden.
- Fruchtbarkeit untersuchen: Bei Frauen können eine Zyklus- und Eisprungdiagnostik, bei Männern Hormonmessungen und ein Spermiogramm sinnvoll sein.
- Fachübergreifend planen: Diabetologie und Reproduktionsmedizin sollten die Behandlung aufeinander abstimmen.
Quelle: News DDG




