Diskriminierung am Arbeitsplatz gibt es immer wieder. Aber nicht jede Person innerhalb eines Teams ist in der Praxis gleichermaßen betroffen. Mitarbeiter, die leicht den Arbeitsplatz wechseln können, erfahren am Arbeitsplatz weniger Diskriminierung.

Bei einem diskriminierenden Arbeitgeber ist Mobilität ein wichtiger Faktor: Wenn man leichter gehen kann, hat der Arbeitgeber oft mehr Interesse daran, die Diskriminierung zu bekämpfen, um den Mitarbeiter zu halten. Dies zeigt eine Studie des Ökonomen André van Hoorn von der Radboud-Universität, die in Economic and Industrial Democracy veröffentlicht wurde.

Daten von 32 Ländern

Für die Studie wurden von dem Experten Daten von mehr als 20.000 Beschäftigten in 32 Ländern analysiert. Fast jeder fünfte Arbeitnehmer (18,4 Prozent) gibt an, innerhalb von fünf Jahren am Arbeitsplatz diskriminiert worden zu sein.

Wer ist betroffen?

Mitarbeiter mit geringerer Arbeitsmobilität scheinen häufiger betroffen zu sein. „Menschen, die leichter den Arbeitgeber wechseln können, erfahren weniger Diskriminierung“, erklärt Van Hoorn. Nicht nur die Mobilität, einen neuen Arbeitsplatz zu erreichen, spielt eine Rolle. Auch die Qualifikation des Einzelnen ist ausschlaggebend.

Laut van Hoorn greifen die aktuellen Antidiskriminierungsgesetze oft zu kurz. „In der Praxis ist es schwierig, kleinere, alltägliche Formen der Diskriminierung zu bekämpfen. Den Menschen sollte man die Möglichkeit geben, den Arbeitsplatz zu wechseln, damit sie nicht an ein einziges Unternehmen gebunden sind“, verdeutlicht der Wissenschaftler.

Quelle: pte

Veröffentlicht am: 1. September 2026Kategorien: Job-NewsSchlagwörter: ,

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