
Bild von Mohamed Hassan auf Pixabay
In zehn Jahren sind die Fehlzeiten aufgrund psychischer Erkrankungen um 42 Prozent gestiegen. Die stetige Zunahme von Krankmeldungen aufgrund psychischer Erkrankungen und die damit verbundenen langen Ausfallzeiten der Beschäftigten sind wesentliche Treiber für den Anstieg der Fehlzeiten in den vergangenen Jahren.
Das zeigen die Analysen des aktuellen Fehlzeiten-Report 2026 des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) mit dem Schwerpunktthema „Mentale Gesundheit in der Arbeitswelt stärken“.
Vergleich
Im Vergleich der verschiedenen Krankheitsarten lagen die psychischen Erkrankungen 2025 mit durchschnittlich 14,1 AU-Fällen je 100 Mitglieder zwar weit hinter den Atemwegserkrankungen, die mit 80,3 Fällen AU-Fällen je 100 Mitglieder die Statistik anführen. Sie nahmen aber bei der durchschnittlichen Dauer der Krankschreibung je Fall mit 28,5 Tagen einen Spitzenplatz ein.
Die längsten Ausfallzeiten bei den psychischen Erkrankungen entfielen laut Report auf die Diagnose „Reaktionen auf schwere Belastungen und Anpassungsstörungen“, gefolgt von depressiven Episoden und wiederkehrenden depressiven Störungen.
Berufsgruppen
Bei den Krankschreibungen aufgrund psychischer Erkrankungen zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Berufsgruppen. Besonders Angestellte in sozialen Berufen oder in der Kommunikationsbranche werden häufig aufgrund von psychischen Erkrankungen krankgeschrieben.
Quelle: ots / WIdo




