
Blut: Mikroplastik kann den Organismus schädigen (Bild: Narupon Promvichai, pixabay.com). Bildquelle: pte
Mikroplastik ist für Mensch und Tier viel risikoreicher als gedacht. Das zeigen neue Erkenntnisse der Columbia University. Das Problem: Die winzigen Teilchen haben eine riesige Oberfläche. Dadurch zerfallen sie zwar nicht, verändern aber das Wasser um sie herum. Es entstehen aggressive Moleküle (freie Radikale), die Zellen schädigen können. Experten sind sich sicher, dass diese chemische Reaktion für die typischen Gesundheitsschäden verantwortlich ist, die man bei Tieren durch Mikroplastik bereits sieht.
Risiko für Gesundheit
Das ist problematisch für unsere Gesundheit, denn der Mensch besteht zum Großteil aus Wasser: Unser Blut hat einen Wasseranteil von etwa 80 Prozent, und auch unsere Zellen bestehen zu 60 bis 80 Prozent daraus. Wenn die winzigen Plastikteilchen in die Blutbahn oder in die Zellen wandern, sind sie genau in dieser feuchten Umgebung chemisch aktiv. Welche unvorhersehbaren Schäden sie dort im Körper anrichten können, ist noch gar nicht absehbar.
Analyse
Das Team hat chemische und biologische Experimente durchgeführt, während Mitarbeiter im Labor von Teresa Head-Gordon von der University of California, Berkeley theoretische Berechnungen und dynamische Simulationen erstellt haben, um zu ermitteln, wie Mikroplastik mit Wasser interagiert.
“Nötig sind neue technische Lösungen für die chemische Zusammensetzung dieser gängigen Kunststoffe, um die toxischen Auswirkungen auf Gesundheit und Umwelt zu verringern”, fordert Wissenschaftlerin Head-Gordon abschließend.
Die Forschungsergebnisse sind in der Fachzeitschrift “Nature” veröffentlicht.
Quelle: pte




