Beim neuen digitalen Verordnungssystem kommt es seit einigen Wochen vermehrt zu flächendeckenden Ausfällen und Fehlern. Aus diesem Grund fordert der Deutsche Apothekerverband (DAV) das Bundesgesundheitsministerium (BMG) und die gematik dazu auf, die Ausfälle und Missstände im E-Rezept-System umgehend zu lösen, und zwar bis Ostern.

„Sollte dies nicht gelingen, werden wir uns als Apothekerschaft auch gegenüber den anderen Leistungserbringern im Gesundheitswesen dafür aussprechen, in ein zeitweises Ersatzverfahren überzugehen, um langfristig das Vertrauen in digitale Lösungen zu erhalten.“, sagt Dr. Hans-Peter Hubmann, Vorsitzender des DAV.

„Unsere Patientinnen und Patienten benötigen eine stabile, schnelle und unkomplizierte Versorgung mit Arzneimitteln. Doch die vom Bundesgesundheitsministerium und der gematik aufgebaute E-Rezept-Struktur kommt diesen Anforderungen derzeit nicht nach. Immer wieder müssen wir die Menschen bei der Arzneimittelabgabe vertrösten, weil E-Rezepte nicht abrufbar sind“, so Dr. Hubmann.

Der DAV-Vorsitzende verlangt zudem, dass die Expertise der am System beteiligten Leistungserbringer stärker eingebunden wird: „Um das erst kürzlich flächendeckend ausgerollte System endlich fehlerfrei zu betreiben, muss umgehend nach Auftreten von relevanten Fehlern ein Krisenstab eingesetzt werden, in den unbedingt auch die Expertise der betroffenen Gruppen eingebunden werden muss.“

(ots) PI Bundesvereinigung Deutscher Apothekenverbände e.V. (ABDA)

Veröffentlicht am: 15. März 2024Kategorien: Digital, ManagementSchlagwörter: ,

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