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Patienten mit einer Diabeteserkrankung haben unter anderem auch ein erhöhtes Risiko für Erkrankungen, Wunden und Infektionen der Füße. Besonders gefürchtet ist hier die Osteomyelitis (= Knochenmarksentzündung) des Fußes. Die Therapie ist aufwendig und meist langwierig. Eine Gruppe von amerikanischen Wissenschaftlern im Rahmen einer Studie der Frage nachgegangen, ob und welche Risikofaktoren für eine erneute Infektion es bei Patienten mit einem bereits behandelten diabetischen Fuß gibt.
Hierzu werteten sie die Daten aus zwei bereits veröffentlichten großen und gut angelegten Studien aus, die Patienten mit diabetischen Fußinfektionen untersucht hatten. Insgesamt handelte es sich um 171 Patienten mit einer diabetischen Osteomyelitis des Fußes. Die Diagnose der Osteomyelitis war durch eine bakterielle Knochenkultur oder histopathologisch gesichert. Um die klinischen Ergebnisse zu erfassen, wurden für die Analyse Daten über einen 12-monatigen Nachbeobachtungszeitraum verwendet. Es zeigte sich, dass es bei 47 der schon einmal wegen einer Fuß-Osteomyelitis behandelten Patienten (27,5 %) im weiteren Verlauf zu einer erneuten Infektion kam.
Risikofaktoren
Risikofaktoren für die Reinfektion waren ein Knöchel-Arm-Index in der ABI-Messung < 0,40, ein Haut-Perfusionsdruck < 40 mmHg (= Druck, mit dem ein Gewebe durchblutet wird), die Wundheilung selbst, die Zeit bis zur Wundheilung und ein Herzinfarkt in der Vorgeschichte. Die weitere Datenauswertung ergab, dass während des 12-monatigen Nachbeobachtungszeitraums die Patienten mit der erneuten Infektion eine 198,8 Mal höhere Wahrscheinlichkeit für eine Krankenhauseinweisung wegen des Fußes, eine 10,4 Mal höhere Wahrscheinlichkeit für eine Einweisung insgesamt und eine 9,4 Mal höhere Wahrscheinlichkeit für eine Fußamputation hatten.
Außerdem stellten die Forscher fest, dass die Patienten mit der erneuten Infektion deutlich länger im Krankenhaus bleiben und auch länger antibiotisch behandelt werden mussten. Insgesamt zeigte sich, dass bei den Patienten mit der Reinfektion die Wahrscheinlichkeit einer Wundheilung deutlich schlechter war, sie häufiger ins Krankenhaus und öfter Amputationen durchgeführt werden mussten.
Abstract aus Wound Repair Regen 2025 Jan-Feb; 33(1): e13246.
(drs)