Omega-3-Nahrungsergänzungsmittel können vor allem bei älteren Menschen den kognitiven Verfall beschleunigen. Davor warnen Mediziner der medizinischen Fakultät der Universität Chongqing. Sie schließen das aus der Analyse von Langzeit-Patientendaten der US-amerikanischen „Alzheimer’s Disease Neuroimaging Initiative“ und untersuchten hochauflösende Gehirn-Scans.

Schlechteres Abschneiden

Den Ergebnissen der Universität Chongqing zufolge hat die Omega-3-Gruppe bei den kognitiven Tests MMSE, ADAS-Cog13 und CDR-SB schlechter abgeschnitten als die Kontrollgruppe. Der schnellere Rückgang scheint nicht durch die typischen Anzeichen von Alzheimer verursacht zu werden, wie die Ansammlung von Amyloid-Plaques oder abnormale Verklumpungen von Tau-Proteinen. Stattdessen zeigten die Scans einen signifikanten Rückgang des Glukosestoffwechsels im Gehirn, was nach Ansicht des Forschungs-Teams mit der Omega-3-Supplementierung zusammenhängen könnte.

Neubewertung

Die Mediziner wollen ihre Ergebnisse nicht als endgültig ansehen. Dazu seien klinische Studien nötig. „Unsere Erkenntnisse stellen allerdings die vorherrschende Ansicht infrage, dass Omega-3 durchweg vorteilhaft ist und unterstreichen die Notwendigkeit einer vorsichtigen Neubewertung der weitverbreiteten Anwendung des Präparats zum Schutz der kognitiven Funktionen“, schreiben die Forscher.

Zur Studie

Quelle: pte

Veröffentlicht am: 8. Mai 2026Kategorien: Medizin aktuellSchlagwörter: ,

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