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Immer mehr wissenschaftliche Studien zeigen, dass chronischer Schlafmangel nicht nur Konzentration und Gedächtnis beeinträchtigt, sondern langfristig auch das Risiko für neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer erhöhen kann.
World Brain Day
Anlässlich des World Brain Day am 22. Juli 2026 rufen die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) und die Deutsche Hirnstiftung unter dem Motto „Gute Nacht. Starkes Gehirn.“ dazu auf, Schlaf als einen der wichtigsten und zugleich unterschätzten Risikofaktoren der Gehirngesundheit ernst zu nehmen.
Dass Schlaf unverzichtbar für die geistige Leistungsfähigkeit ist, belegen zahlreiche experimentelle Studien. Bereits eine einzige Nacht ohne Schlaf reduziert am folgenden Tag die Fähigkeit des Gehirns, neue Erinnerungen zu bilden, um rund 40 Prozent. Besonders betroffen sind Aufmerksamkeit, Konzentration, Arbeitsgedächtnis sowie komplexe Denkprozesse wie Planung, Problemlösen und Entscheidungsfindung. Umgekehrt verbessert ausreichend langer und qualitativ hochwertiger Schlaf nachweislich die Gedächtnisleistung und erleichtert das Lernen.
Alzheimer
Eine große Langzeitstudie zeigte, dass Personen, die zwischen dem 50. und 70. Lebensjahr regelmäßig weniger als sechs Stunden pro Nacht schliefen, später ein rund 30 Prozent höheres Demenzrisiko hatten.
„Schlaf ist keine Luxusreserve, die man beliebig kürzen kann. Er ist eine biologische Grundvoraussetzung für ein gesundes Gehirn – in jedem Lebensalter. Deshalb möchten wir den World Brain Day nutzen, um das Bewusstsein dafür zu stärken, dass guter Schlaf eine Investition in die Hirngesundheit von morgen ist“, betont Prof. Dr. Frank Erbguth, Präsident der Deutschen Hirnstiftung.
Quelle: News DGN / Deutsche Hirnstiftung




