
Schmerz: Empfinden lässt sich jetzt objektivieren (Foto: Kleiton Santos, pixabay.com). Bildquelle: pte
Das Schmerzempfinden variiert von Person zu Person. Diese Muster individueller Unterschiede sind schwer mit subjektiven Selbstberichten zu erfassen. Sie sind jedoch wichtig, wenn Therapien verschrieben und an die eigenen Empfindungen jeder Person angepasst werden.
Schmerzmessung
Forscher der Rutgers University, USA, messen den Schmerz ihrer Patienten künftig anhand winziger Bewegungen im Gesicht, die selbst geübte Beobachter nicht sehen. Eingesetzt wurde eine Software zur Bildauswertung, die mit Künstlicher Intelligenz (KI) trainiert worden war.
Um Daten für das Training zu gewinnen, wurden von den Forscherinnen Videos der Gesichter von Menschen in Ruhe und bei Zufügung von Schmerzen durch kurzzeitigen Druck angefertigt.
Gesichtsmuskeln und Herzrhythmus
Die ausgeprägtesten Mikrobewegungen im Gesicht traten im Bereich der Augen auf. Doch nicht nur die Gesichtsmuskeln, auch der Herzrhythmus veränderte sich bei zunehmendem Schmerz. Innerhalb weniger Sekunden konnte die Schmerzreaktion des Körpers erkannt werden.
Durch die Auswertung von Gesichtsbewegungen und Herzrhythmen, so Forschungsleiterin Elizabeth Torres könnten Ärzte Schmerzen bei Patienten, die ihre Symptome nicht beschreiben können, künftig objektiv bewerten, darunter Kleinkinder, Schlaganfallpatienten und Menschen mit Demenz. „Derzeit verlassen wir uns auf die Interpretationen der Pflegekräfte, die zwar wertvoll, aber unvollständig sind. Jetzt haben wir einen Einblick in die Physiologie selbst“, schließt das Team der Rutgers University.
Die Studie wurden in Frontiers in Neuroscience veröffentlicht
Quelle: pte




