
Mineralwasser: Manche Sorten nicht für Medikamente geeignet (Foto: Foulon Richard, pixabay.com)
Bestimmte alkalische Mineral- und Heilwässer können den magensaftresistenten Überzug von Arzneimitteln bereits innerhalb weniger Minuten beeinträchtigen und dadurch ihre Wirksamkeit verringern. Dies zeigt eine neue Studie der Semmelweis Universität, Ungarn.
Studie
Die Experten prüften 22 häufig konsumierte Getränke, von denen sieben – darunter mehrere Mineral- und Heilwässer, Leitungswasser, gefiltertes Wasser und Apfelsaft, unter Laborbedingungen detailliert untersucht wurden.
Es zeigte sich, dass alkalisches Mineralwasser mit hohem Mineralgehalt die stärksten Veränderungen an der Schutzschicht verursachte. Den Forschern zufolge könnte nicht nur die Alkalität der Flüssigkeiten, sondern auch der hohe Mineral- und Ionengehalt zur schnelleren Auflösung der Schutzschicht beitragen. Säurehaltigere Flüssigkeiten wie Apfelsaft verursachten dagegen deutlich weniger Schäden am magensaftresistenten Überzug.
Ergebnisse
Die Untersuchungen ergaben, dass eine zu frühe Freisetzung des Wirkstoffs im Magen statt erst im Darm die Wirksamkeit bestimmter Refluxmedikamente, magenschützender Präparate, psychiatrischer Arzneimittel oder entzündungshemmender Schmerzmittel verringern kann, und in extremen Fällen sogar vollständig aufheben könnte.
Die einfachste Lösung sei die beste: Wer Leitungswasser nimmt, liegt immer richtig, außer in Ländern, die nicht für dessen Keimfreiheit garantieren. Dann ist stilles Wasser mit einem pH-Wert von 7 bis 8,5 angesagt, heißt es abschließend.
Quelle: pte




