
Millionen Menschen treffen täglich Ernährungsentscheidungen auf Basis offizieller Empfehlungen. Bildrechte: Vitaly Gariev @ unsplash, Fotograf: FEBPH
Wissenschaftliche Auswertungen sehen die offiziellen Ernährungsempfehlungen als kritisch an. Studien zeigen, dass der verbreitete Austausch von Fetten durch raffinierte Kohlenhydrate das Risiko für Fettlebererkrankungen und Typ-2-Diabetes erhöhen, anstatt es zu senken.
Darauf verweist der Ernährungs- und Gesundheitswissenschaftler PhDr. Sven-David Müllern. Viel entscheidender sei die Qualität der aufgenommenen Fette sowie deren Ersatz im Alltag.
Leitlinien
Leitlinien, etwa der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) oder der Weltgesundheitsorganisation (WHO), empfehlen weiterhin, die Fettzufuhr auf 30 bis 35 Prozent der täglichen Energiezufuhr zu begrenzen. Kritiker bemängeln jedoch, dass dabei zentrale wissenschaftliche Erkenntnisse zu kurz kommen. Wissenschaftler der Harvard T.H. Chan School of Public Health bezeichneten vier Jahrzehnte fettarmer Ernährung rückblickend als „gescheitertes Experiment“.
Überprüfung
Manche Gesundheitsrichtlinien sind zwar mit gutem Willen entstanden, haben aber in der Ausführung nicht den Realitätscheck bestanden. Das Forum for Evidence-Based Preventative Health (FEBPH) fordert gemeinsam mit Müller eine umfassende Überprüfung bestehender Ernährungsempfehlungen. Ziel sei es, diese stärker an aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen auszurichten und Fehlentwicklungen in der öffentlichen Gesundheitskommunikation zu korrigieren.
Quelle: ots / Forum for Evidence-Based Preventative Health (FEBPH) gGmbH




