
Bild von Shafin Al Asad Protic auf Pixabay
Anämie, umgangssprachlich als Blutarmut bezeichnet, zählt zu den häufigsten Erkrankungen von Frauen weltweit. Schätzungen zufolge ist etwa jede dritte Frau betroffen. Allein in Deutschland entspricht dies rund 14 Millionen Frauen.
Zum „Präventionsjahr 2026″ setzen sich Expertinnen und Experten der Universitätsmedizin Frankfurt dafür ein, Frauen in der Anämiediagnostik besonders in den Fokus zu rücken.
Risiko Operationen
Die Bedeutung einer frühzeitigen Anämiediagnostik zeigt sich besonders vor größeren chirurgischen Eingriffen. Studien belegen, dass fast jede zweite Patientin vor einer Operation anämisch ist. Gleichzeitig gilt eine Anämie als unabhängiger Risikofaktor für postoperative Komplikationen und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Bluttransfusionen erforderlich werden. Die häufigsten Ursachen sind Eisenmangel sowie ein Mangel an Folsäure oder Vitamin B12. Werden diese Defizite rechtzeitig erkannt, lassen sie sich in den meisten Fällen unkompliziert und wirksam behandeln.
Patient Blood Management
Unter Leitung von Prof. Dr. Dr. Kai Zacharowski hat die Universitätsmedizin Frankfurt das Patient Blood Management (PBM) in den vergangenen Jahren federführend entwickelt und als einer der ersten Standorte in der frühzeitigen Diagnostik und Behandlung von Anämien etabliert. Die Verantwortlichen machen darauf aufmerksam, dass diese Maßnahmen in der medizinischen Versorgung für Frauen von besonderer Bedeutung sind.
Die Kampagne „Präventionsjahr 2026“ der Universitätsmedizin Frankfurt will sichtbar machen, wie frühzeitige Vorsorge Kosten, Leid und komplexe Behandlungen reduzieren kann.
Quelle: Universitätsklinikum Frankfurt




