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Was lange als Polyzystisches Ovarsyndrom (PCOS) bekannt war, betrifft nicht nur Eierstöcke und Zyklus, sondern häufig auch das Risiko für Typ-2-Diabetes. Künftig heißt die Erkrankung Polyendokrines Metabolisches Ovarialsyndrom (PMOS).
Zyklusstörungen können viele Ursachen haben. Bei PMOS, ehemals PCOS, geraten jedoch Hormone, Eierstockfunktion und Stoffwechsel gemeinsam aus dem Takt. Betroffene haben zu viele männliche Hormone, Akne, Haarausfall oder vermehrte Körperbehaarung, der Eisprung ist häufig selten oder bleibt ganz aus.
Kern der Erkrankung
Der neue Begriff PMOS benennt den Kern der Erkrankung genauer: eine hormonelle und stoffwechselbezogene Störung. Insulinresistenz spielt dabei eine wichtige Rolle. Er soll deutlich machen, dass PMOS nicht nur Zyklus und Kinderwunsch betrifft, sondern eine hormonelle und stoffwechselbezogene Erkrankung mit erhöhtem Risiko für Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist. Die Diagnoselücke ist groß: Bis zu 70 Prozent der Betroffenen bleiben unerkannt.
In einer gemeinsamen Stellungnahme begrüßen die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE), die Deutsche Adipositas-Gesellschaft (DAG), die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG), die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) und die Deutsche Gesellschaft für pädiatrische und adoleszente Endokrinologie und Diabetologie (DGPAED) die Umbenennung.
Eine neue Patientenleitlinie greift die Nomenklatur bereits auf. Sie macht deutlich: PMOS sollte nicht allein gynäkologisch betrachtet werden. Wichtig ist eine Betreuung, die Hormonmedizin, Diabetologie und Gynäkologie zusammenführt. Bei Frauen mit PMOS sollte der Glukosestoffwechsel überprüft werden. Umgekehrt sollten Frauen vor den Wechseljahren mit Typ-1- oder Typ-2-Diabetes bei Zyklusstörungen, Akne, Haarausfall oder vermehrter Körperbehaarung gezielt auf PMOS untersucht werden.
Quelle: News DDG




