
In der Natur verlieren sich Ängste und Depressionen (Foto: wal_172619, pixabay.com). Bildquelle: pte
„Frische Luft tanken“. Ein kurzer Spaziergang kann die psychische Gesundheit messbar verbessern. Das haben Wissenschaftler der Islamic Azad University herausgefunden. Ausgewertet wurden 3.870 Studien, die den Zusammenhang zwischen Naturbasierten Interventionen (NBI) und der psychischen Gesundheit von mehr als zehn Millionen Menschen zum Inhalt hatten.
NBI-Teilnehmer weisen danach deutlich niedrigere Werte bei Stress, Angst und Depressionen auf als Stubenhocker. Die größten Verbesserungen registrierten die Forscher bei Ängsten und depressiven Symptomen. Sogar die Herzfrequenz war niedriger. Probanden waren nach Ausflügen in die Natur messbar ruhiger und weniger ängstlich.
Fazit: Die Studien bewiesen zwar, dass Aktivitäten in der Natur besser sind als Nichtstun. Es sei aber unklar, ob andere Maßnahmen nicht wirksamer sind. Außerdem deckten „naturbasierte Interventionen“ ein riesiges Spektrum ab – von kurzen Spaziergängen im Park, stundenlangem Liegen an einem schattigen Plätzchen bis hin zu wochenlangen Kuraufenthalten. Die Ergebnisse differenzieren hier nicht. So ist unklar, ob drei kurze Spaziergänge pro Woche durch einen Park ebenso wirksam oder weit wirksamer sind wie etwa ein dreiwöchiger Urlaub am Meer ohne solche Aktivitäten.
Die Natur heile zwar nicht alles, aber sie sei ein wirkungsvolles Mittel, das wir alle öfter nutzen sollten. Weltweit leben mehr als eine Milliarde Menschen mit Angstzuständen, Depressionen oder ähnlichen Erkrankungen, so Psychologe Esmaeel Saeedy Robat.
Quelle: pte




