
Bild von Michal Jarmoluk auf Pixaba
Nachdem die Abnehm-Tablette in den USA Anfang 2026 auf den Markt gekommen ist, rückt auch die Einführung in Europa näher. Die EU-Zulassung wird ab Mitte August 2026 erwartet.
Eine aktuelle, repräsentative YouGov-Umfrage im Auftrag der Gesundheitsplattform GoLighter zeigt nun, dass das Interesse der Betroffenen an der neuen oralen Therapieform in Deutschland groß ist.
Abnehmpille oder Abnehmspritze
Wenn eine Abnehmpille und eine Abnehmspritze ähnlich wirksam, medizinisch geeignet, gleich teuer und mit vergleichbaren Nebenwirkungen verbunden wären, würden 46,5 Prozent der Befragten die Tablette bevorzugen. Nur 8,7 Prozent würden sich für eine Spritze zur Selbstanwendung entscheiden.
Besonders deutlich wird der mögliche Versorgungshebel bei Menschen mit Adipositas: Unter den Befragten mit einem BMI ab 30 bevorzugen 51,0 Prozent die Tablette, während nur 9,3 Prozent die Spritze wählen würden.
Zugleich sagen 43,6 Prozent der Befragten mit Adipositas, die keine Abnehmspritze nutzen oder konkret planen, dass die Verfügbarkeit einer Abnehmpille ihre Bereitschaft erhöhen würde, eine medizinische Behandlung zur Gewichtsreduktion in Betracht zu ziehen.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass für viele Betroffene nicht die Therapie selbst, sondern die Form der Anwendung bislang eine entscheidende Hürde darstellt. Das deckt sich mit ersten Erfahrungen aus den USA: Dort waren rund 80 Prozent der Patienten, die sich nach Markteinführung für die Abnehm-Tablette entschieden haben, zuvor keine Nutzer von GLP-1-Therapien.
Die Umfrage-Ergebnisse sind repräsentativ für die Wohnbevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren.
Quelle: ots / Wellster Healthtech Group




