
Bild von Gerd Altmann auf Pixabay
Obwohl für 56 Prozent der Deutschen die Informationen der Ärzteschaft verlässlicher als die von „Dr. KI“ sind, verzichtet fast jeder Dritte nach einer KI-Diagnose auf den Arztbesuch.
Diagnose vor Arztbesuch
46 Prozent der Deutschen haben sich vor ihrem Arztbesuch bereits eine Diagnose von „Dr. KI“ eingeholt – 36 Prozent sogar mehrfach. Für insgesamt 62 Prozent ist es zumindest vorstellbar, ihr gesundheitliches Problem manchmal ausschließlich mit dieser medizinischen KI-Diagnose zu lösen, statt in die Arztpraxis zu gehen. Die Hälfte davon hat schon nach der KI-Befragung teilweise sogar häufiger auf einen Arztbesuch verzichtet.
Vorreiter
Vorreiter sind die jungen Deutschen: 54 Prozent der 18- bis 29-Jährigen haben die Diagnose von ChatGPT und Co. bereits dem Besuch in der Praxis vorgezogen. Selbst von denjenigen, die doch in die Sprechstunde gehen, sind nicht alle überzeugt von der Einschätzung der Fachleute: 62 Prozent der unter 30-Jährigen haben eine Empfehlung der Mediziner*innen von der Technologie überprüfen lassen. Doch die KI-Antworten sollten nicht unkritisch übernommen werden.
Vorteil KI
Als Vorteil der KI sehen die Befragten vor allem die Möglichkeit, ausführlich nachzufragen und verständliche Informationen zu erhalten. Das sehen mehr Frauen als Männer so – genauso wie die über 60-Jährigen. 40 Prozent der Älteren, die KI bereits für medizinische Fragestellungen genutzt haben, empfinden es bei der Technologie als einfacher, ausführlich nachzufragen.
Das sind Ergebnisse der Studie „KI-Nutzung im privaten Alltag 2026“ (KI und Gesundheit ab Seite 58) der Pronova BKK, für die 3.485 Frauen und Männer ab 18 Jahren befragt wurden.
Quelle: ots / Pronova BKK




