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dDDDie Vorschläge des Bundesgesundheitsministeriums für einen Bürokratieabbau im Gesundheitswesen werden von der KBV unterstützt. Um jedoch den über Jahrzehnten angewachsenen Bürokratieberg in den Praxen abzubauen, benötigt es jedoch weitere Entlastungen, sagt KBV-Vorstandsmitglied Dr. Sibylle Steiner.
Ein hohes Entbürokratisierungspotential sieht die KBV bei Anfragen, die die Praxen täglich zuhauf erreichen, ob von Krankenkassen, Medizinischem Dienst oder Sozial- und Versorgungsämtern. „Die Anzahl der Anfragen muss spürbar reduziert werden. Es sollten zudem keine Informationen abgefragt werden, die den anfragenden Stellen bereits vorliegen“, sagte Steiner. Notwendig seien zudem einheitliche Fragebögen, sodass diese digital ausgefüllt und versandt werden könnten.
Maßnahmen-Katalog
Die KBV hat Steiner zufolge einen Maßnahmenkatalog mit zahlreichen Themenfeldern, in denen Bürokratie abgebaut werden kann, erarbeitet. Bei einer Umsetzung der 23 Vorschläge könnten jährlich circa 400 Millionen Euro eingespart und rund acht Arbeitstage à zehn Stunden pro Praxis frei werden. „Wir halten es für unbedingt erforderlich, dass diese Vorschläge in dem anstehenden Gesetzgebungsprozess umfänglich berücksichtigt und sinnvoll miteinander verzahnt werden“, betonte Steiner.
Das BMG hat bislang drei der 23 KBV-Vorschläge aufgegriffen. Neben der Einführung einer Geringfügigkeitsgrenze bei Wirtschaftlichkeitsprüfungen soll das Antrags- und Genehmigungsverfahren für psychotherapeutische Leistungen digitalisiert werden.
Für weniger Bürokratie soll außerdem die teilweise Abschaffung des Konsiliarberichts Psychotherapie sorgen, die mit dem GKV-Beitragssatzstabilitätsgesetz beschlossen wurde.
Quelle: KBV-PraxisNachrichten




