
Bild von Nika Akin auf Pixabay
Bei juckenden und geröteten Augen denkt man sofort an eine allergische Reaktion. Es können aber auch Milben dahinterstecken. Das ist eine oft übersehene Ursache für Lidrandentzündungen.
Demodex-Milben, kleine Spinnentiere, gehören zur natürlichen Hautflora des Menschen und leben überwiegend auf behaarten Arealen. Problematisch für die Augen wird ihr Auftreten, wenn sie massiv Wimpernwurzeln, Talg- und Liddrüsen besiedeln und Entzündungen am Lidrand und der Augenoberfläche verursachen.
Milbenbefall erkennen
Die Expertin der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft e.V. (DOG) PD Dr. med. Christina Jacobi rät, „wenn sich Augenbeschwerden wie Juckreiz, Brennen, Fremdkörpergefühl und schwankende Sehfähigkeit trotz Tropfen, Salben oder allgemeiner Lidpflege nicht bessern, sollte auf augenärztlicher Seite gezielt nach einem verstärkten Milbenbefall als Ursache gesucht werden.“
Für die frühzeitige Diagnose genügt häufig ein genauer Blick durch die Spaltlampe auf den Wimpernansatz. „Das typische klinische Zeichen sind sogenannte Kollaretten, also Schuppen, die die Wimpern wie ein kleiner Kragen umschließen“, erläutert Jacobi.
Teebaumöl-Präparate
Die beste verfügbare Behandlung ist derzeit die tägliche Lidrandpflege mit Teebaumöl-haltigen Präparaten, um die Milbenlast zu reduzieren und Entzündungen einzudämmen. Die Präparate mit dem Wirkstoff Terpinen-4-ol gibt es als Schaum, Gel und fertige Einmaltücher, die man in der Apotheke freiverkäuflich erhalten kann – für die Anwendung die Augen schließen und mit Tuch oder benetzten Wattestäbchen sanft entlang des Lidrands und der Wimpernansätze wischen.
Laut der Expertin ist die Behandlung mit den Teebaumöl-Wirkstoffen eine vergleichsweise preiswerte, effektive Therapie gegen die Parasiten.
Quelle: News DOG




